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Neuaufbau des Pressewesens (1945-1949)

Nach der Kapitulation Deutschlands lag die Medienpolitik in alliierter Hand. Die Sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) ließ sofort Zeitungen und Zeitschriften zu. Bereits am 15. Mai 1945 erschien als erste Zeitung in Berlin das Organ der sowjetischen Besatzungsmacht, "Tägliche Rundschau". Der Grundsatz der sowjetischen Pressepolitik lautete: "Alle Zeitungen in die Hände demokratischer Parteien und Organisationen". Mit diesem Grundsatz wurde die Gewähr gegeben, dass die "Großmacht Presse" nicht mehr von anonymen, kapitalkräftigen Geldgebern im Hintergrund für volksfeindliche Zwecke missbraucht werden konnte.

Die Briten, Amerikaner und Franzosen erlaubten erst im Laufe des Jahres 1945 publizistische Aktivitäten. Es bestand eine Lizenzpflicht für Journalisten, Verleger, aber auch Theaterdirektoren, Schauspieler oder Kinobesitzer. Eine selbstständige Auslandsberichterstattung durch Deutsche war verboten. Alle publizistischen Produkte wurden zensiert.

Die Lizenzzeit endete für die Presse 1949. Einzig in der Sowjetischen Bestatzungszone blieben Lizenzierung und Kontrolle erhalten. Im April 1947 wurde nominell zwar die Vorzensur aufgehoben, aber trotzdem verzichteten die Besatzer nicht auf die Kontrolle: Jeder Druck war weiterhin genehmigungspflichtig und auch wenn die Kontrolle durch deutsche Organe stattfand, unterstanden diese weiter der Aufsicht des sowjetischen Militärkommandanten. Ab 1949 gab das "Amt für Information" "Richtlinien" für die Berichterstattung.

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