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Napoleonische Zeit und Befreiungskriege (1806-1815)

Im Freiheitskampf gegen Napoleon stieg der Anspruch auf Publizität. Friedrich Wilhelm III wendete sich in der "Schlesischen privilegierten Zeitung" an Patriotismus der Untertanen. Damit erkannte er an, dass Öffentlichkeit zu einer Macht geworden war; er selbst brauchte die Öffentlichkeit als Koalitionspartner. Unter Napoleon änderte sich jedoch wenig an den repressiven Zuständen, da deutsche Fürsten Angst hatten, sich den Unwillen des Kaisers zuzuziehen. In Frankreich selbst bestand in den Verfassungen von 1799 und 1804 kein Bezug auf die Menschenrechte. Napoleon beschnitt die revolutionäre Pressevielfalt rigoros und ersetzte in Frankreich schließlich die Zensur durch Propaganda. Damit ging er in eine aktive Pressepolitik über, in deren Zuge er auch auf deutsche Zeitungen Einfluss nahm. Erst während der Befreiungskriege schrieben Zeitungen wie Joseph Görres "Rheinischer Merkur" offen gegen Frankreich, weshalb die Fürsten den deutschen Zeitungen während der Befreiungskriege Pressefreiheit gestatteten. Es kam zu einer Annäherung zwischen der Presse und Regierungen der Länder. Letztere lockerten die Zensur und ließen dadurch die politische Publizistik im zweiten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts aufblühen.

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Pressefreiheit